Praktische Tipps für gesunde Haut, Hautpflege im Sommer und Winter, Sonnenschutz und natürliche Hautpflege.

Hautpflege ab 40: Was sich verändert und was wirklich hilft

Mit Mitte 40 passiert etwas Merkwürdiges. Man macht dasselbe wie immer. Schläft ausreichend, trinkt Wasser, trägt seine Creme auf. Und trotzdem schaut man eines Morgens in den Spiegel und denkt: So müde habe ich mich gar nicht gefühlt.

Das ist keine Einbildung. Die Haut verändert sich ab 40 tatsächlich, und zwar auf mehreren Ebenen gleichzeitig. Aber was viele nicht wissen: Diese Veränderungen lassen sich nicht aufhalten, aber sehr wohl beeinflussen. Mit der richtigen Pflege, der richtigen Routine und bei Bedarf mit professioneller Unterstützung.

Was in der Haut ab 40 passiert

Der Körper produziert ab dem 25. Lebensjahr jährlich etwa ein Prozent weniger Kollagen. Mit 40 hat sich das über 15 Jahre addiert. Das Ergebnis ist spürbar: Die Haut verliert an Festigkeit, feine Linien werden tiefer, und das Gewebe sackt leicht ab, weil das Gerüst dünner wird.

Gleichzeitig nimmt die Fähigkeit der Haut ab, Feuchtigkeit zu binden. Hyaluronsäure, die von Natur aus in der Haut vorkommt und für Wasserspeicherung und Volumen zuständig ist, wird weniger produziert. Die Haut wirkt trockener, matter und weniger prall.

Die Zellerneuerung verlangsamt sich ebenfalls. Während sich die Oberhaut in jungen Jahren alle 28 Tage vollständig erneuert, dauert dieser Zyklus mit 40 und 50 Jahren deutlich länger. Abgestorbene Hautzellen bleiben länger auf der Oberfläche, was den Teint ungleichmäßiger und grauer wirken lässt.

Dazu kommen die Spuren, die jahrelange Sonneneinstrahlung hinterlassen hat. Altersflecken entstehen nicht über Nacht, sie sind das Ergebnis von UV-Exposition über Jahrzehnte, die sich jetzt sichtbar macht.

Was in der Pflegeroutine ab 40 wirklich einen Unterschied macht

Reinigung. Das klingt banal, ist aber grundlegend. Ab 40 braucht trockene und reifere Haut sanfte Reiniger ohne starke Tenside. Schäume, die stark reinigen und die Haut danach eng anfühlen lassen, schädigen die Hautbarriere und verstärken Trockenheit. Besser: Reinigungsmilch, Öl oder milder Schaum.

Retinol. Wenn es eine Zutat gibt, hinter der die Dermatologie seit Jahrzehnten steht, dann ist es Retinol. Es ist die einzige Substanz, für die es klinische Langzeitdaten über Faltenreduktion und verbesserte Hauterneuerung gibt. Retinol beschleunigt die Zellerneuerung, stimuliert die Kollagenproduktion und verbessert den Hautton.

Wichtig: Retinol macht die Haut lichtempfindlich und sollte abends verwendet werden, kombiniert mit konsequentem Sonnenschutz tagsüber. Anfängern empfehlen wir niedrig dosierte Produkte, die langsam gesteigert werden, um Reizungen zu vermeiden.

Hyaluronsäure. Als Pflegeinhaltsstoff zieht Hyaluronsäure Feuchtigkeit an und hält sie in der Haut. Sie füllt keine Falten auf, aber sie verbessert das Hautbild sichtbar und ist für fast alle Hauttypen gut verträglich.

Sonnenschutz. Jeden Tag, auch im Winter, auch in der Stadt. UV-A-Strahlung durchdringt Wolken und ist für den größten Teil der lichtbedingten Hautalterung verantwortlich. Wer mit 40 anfängt, konsequent Sonnenschutz zu tragen, wird den Unterschied in fünf Jahren sehen.

Wann professionelle Unterstützung sinnvoll ist

Manchmal reicht die Tagescreme nicht mehr. Das ist keine Niederlage, sondern Biologie. Ab einem bestimmten Punkt haben sich Veränderungen in der Haut entwickelt, die von der Oberfläche aus nicht mehr erreichbar sind.

Professionelle Behandlungen greifen tiefer und gezielter als jede Creme. Bei DermAR bieten wir für reifere Haut ab 40 verschiedene Ansätze an, die sich je nach Hautbild und Wunschergebnis kombinieren lassen.

Skinbooster. Hyaluronsäure-Injektionen in die oberflächlichen Hautschichten, die die Haut von innen mit Feuchtigkeit versorgen. Das Ergebnis ist kein dramatischer Eingriff, sondern eine sichtbar frischere, gleichmäßigere Haut mit mehr Glow.

PRP-Behandlung. Das eigene Blut wird aufbereitet und das plättchenreiche Plasma in die Haut injiziert. Die Wachstumsfaktoren regen die körpereigene Kollagenproduktion an und verbessern die Hautstruktur von innen heraus. Besonders beliebt für Menschen, die einen natürlichen Ansatz bevorzugen.

Botox. Bei mimischen Falten, also jenen, die durch Muskelaktivität entstehen, ist Botulinumtoxin die effektivste Methode. Gut gesetzt, wirkt es natürlich und ergibt ein ausgeruhtes, frisches Erscheinungsbild, ohne dass man „gemacht“ aussieht.

Hyaluronsäure-Filler. Für eingesunkene Bereiche wie Wangen oder Nasolabialfalten geben Filler Volumen zurück. Die Wirkung ist sofort sichtbar und dauert je nach Produkt neun bis achtzehn Monate.

Lasertherapie. Für Pigmentflecken, ungleichmäßigen Hautton und feine Linien bieten verschiedene Laserverfahren eine nachhaltige Verbesserung des Hautbilds.

Was ab 40 nicht hilft

Teure Cremes mit vielen Versprechen. Der Markt für Anti-Aging-Kosmetik ist riesig, die wissenschaftliche Grundlage vieler Produkte ist dünn. Keine Creme kann tief genug eindringen, um Kollagen zu ersetzen oder bestehende Falten aufzufüllen. Was Cremes können: die Haut hydratisieren, schützen und die Oberfläche verbessern. Das ist wertvoll, aber begrenzt.

Zu viele Produkte gleichzeitig. Wer täglich zehn verschiedene Seren und Cremes aufträgt, riskiert Reizungen, weil sich nicht alle Inhaltsstoffe vertragen, und kommt oft gar nicht heraus, was wirklich wirkt. Weniger ist meist mehr, solange es die richtigen Inhaltsstoffe sind.

Ein persönliches Gespräch macht den Unterschied

Jede Haut mit 40 sieht anders aus. Was für eine Person das Richtige ist, passt für eine andere möglicherweise gar nicht. Eine dermatologische Beratung hilft, die eigene Haut wirklich einzuordnen, sinnvolle Prioritäten zu setzen und zu entscheiden, ob und welche professionellen Behandlungen einen echten Mehrwert bringen.

Bei DermAR nehmen wir uns die Zeit dafür. Nicht mit einem Standardprogramm, sondern mit einem echten Blick auf die Haut, die Lebensumstände und die Erwartungen.

Unsere Praxen befinden sich in Bielefeld (Teutoburger Straße 60), Spenge (Lange Str. 34) und Verl (Westring 3). Termine können online über Doctolib oder telefonisch vereinbart werden.

Warum deine Haut im Winter anders reagiert und was du jetzt tun solltest

Es gibt eine Zeit im Jahr, in der plötzlich alles juckt. Die Hände spannen. Das Gesicht fühlt sich nach dem Waschen an, als würde die Haut sich zusammenziehen. Und egal welche Creme man aufträgt, nach einer Stunde ist das Gefühl wieder da.

Willkommen im Winter. Die Haut reagiert auf die Kombination aus Kälte, Wind, trockener Heizungsluft und reduzierter UV-Strahlung sehr spezifisch. Und die meisten Menschen antworten darauf mit der falschen Pflege, einfach weil niemand erklärt hat, was eigentlich passiert.

Was der Winter mit der Haut macht

Das Problem beginnt mit der Luftfeuchtigkeit. Kalte Luft kann weniger Feuchtigkeit halten als warme. Im Winter sinkt die Luftfeuchtigkeit draußen stark, und drinnen trocknet die Heizung die Luft zusätzlich aus. Die Haut gibt Feuchtigkeit an die Umgebung ab, ohne sie ausreichend aus der Luft aufnehmen zu können.

Gleichzeitig verlangsamt Kälte die Aktivität der Talgdrüsen. Der natürliche Schutzfilm aus Talg, der die Hautbarriere versiegelt und Feuchtigkeit hält, wird dünner. Das macht die Haut durchlässiger für äußere Einflüsse und anfälliger für Reizungen.

Der tägliche Temperaturwechsel, von der Kälte draußen in die Wärme drinnen und zurück, belastet die Haut zusätzlich. Die Blutgefäße reagieren mit schneller Weitung und Verengung, was bei empfindlicher Haut zu Rötungen führen kann.

Das Ergebnis ist bekannt: trockene, schuppige, gereizte Haut, oft mit Juckreiz, manchmal mit kleinen Einrissen an den Händen und einem Gefühl, das man nur als unangenehm beschreiben kann.

Warum die Sommerpflege im Winter oft nicht reicht

Viele Menschen wechseln ihre Hautpflege mit den Jahreszeiten nicht. Das ist verständlich, weil man eine Routine entwickelt hat, die funktioniert. Aber was im Sommer gut wirkt, kann im Winter zu wenig sein.

Leichte Gele und Fluids, die im Sommer ideal sind, haben oft nicht genug Rückfettung für trockene Winterhaut. Produkte mit Alkohol oder starken Säuren, die im Sommer vielleicht gut vertragen werden, können in der trockenen Jahreszeit die Hautbarriere zusätzlich schwächen.

Der Wechsel zu einer reichhaltigeren Konsistenz im Winter ist für viele Menschen sinnvoll. Das bedeutet nicht unbedingt fettere Produkte, sondern solche, die die Hautbarriere aktiv stärken und Feuchtigkeit besser halten.

Was jetzt wirklich hilft

Reinigung sanfter gestalten. Im Winter lieber einmal täglich reinigen statt zweimal, wenn die Haut dazu neigt, trocken zu werden. Lauwarmes Wasser statt heißem verwenden. Heißes Wasser löst die schützenden Lipide aus der Haut.

Rückfettende Inhaltsstoffe einbauen. Ceramide sind die wichtigsten Bausteine der Hautbarriere. Sie reparieren mikroskopische Risse und versiegeln die Haut gegen Feuchtigkeitsverlust. Produkte mit Ceramiden, Sheabutter oder Squalan sind im Winter besonders sinnvoll.

Hyaluronsäure richtig einsetzen. Hyaluronsäure bindet Feuchtigkeit, braucht aber Wasser, um zu wirken. Im Winter auf sehr trockene Haut aufgetragen und nicht abgedeckt, kann sie der Haut Feuchtigkeit entziehen statt zuführen. Deshalb: immer auf leicht feuchter Haut auftragen und direkt mit einer Creme abdecken, die die Feuchtigkeit einschließt.

Hände besonders schützen. Die Hände sind im Winter am stärksten beansprucht: häufiges Händewaschen, Kälte, Wind, manchmal Handschuhe aus Materialien, die die Haut reizen. Eine rückfettende Handcreme nach jedem Waschen aufzutragen klingt aufwendig, macht aber einen spürbaren Unterschied.

Luftfeuchtigkeit erhöhen. Ein Luftbefeuchter im Schlaf- oder Wohnzimmer kann die Hauttrockenheit deutlich reduzieren. Idealerweise liegt die Raumluftfeuchtigkeit bei 40 bis 60 Prozent.

Sonnenschutz weiter tragen. Das ist der Teil, den die meisten im Winter weglassen. Dabei ist UV-A-Strahlung, die für Hautalterung und langfristige Hautschäden verantwortlich ist, das ganze Jahr über vorhanden. Wer im Winter auf Sonnenschutz verzichtet, sammelt weiter stille Schäden an.

Wenn die Pflege nicht mehr reicht

Es gibt Situationen, in denen trockene Winterhaut auf ein tieferes Problem hinweist. Wer bereits an Neurodermitis, Psoriasis oder einer anderen chronischen Hauterkrankung leidet, weiß, dass der Winter oft der Auslöser für einen Schub ist. Die trockene Luft, der Stress der dunklen Jahreszeit und das häufige Händewaschen in der Erkältungssaison können bestehende Erkrankungen erheblich verschlimmern.

Auch eine Kontaktallergie auf Duftstoffe oder Konservierungsmittel in Winterpflegeprodukten kann sich als scheinbar saisonale Hautverschlechterung zeigen, die in Wirklichkeit eine allergische Reaktion ist.

Wenn die Haut trotz angepasster Pflege nicht besser wird, wenn sich Ekzeme entwickeln, wenn der Juckreiz schlafraubend ist oder wenn sich Entzündungen zeigen, die nicht abklingen, ist eine dermatologische Untersuchung sinnvoll.

Bei DermAR klären wir genau, was hinter der Hautverschlechterung steckt, und entwickeln einen Behandlungsplan, der auf die Jahreszeit, den Hauttyp und das individuelle Beschwerdebild zugeschnitten ist.

Professionelle Winterpflege bei DermAR

Wer im Herbst oder Winter eine professionelle Tiefenreinigung und Intensivpflege möchte, ist mit einer HydraFacial-Behandlung gut beraten. Sie reinigt, hydratisiert und versorgt die Haut mit Wirkstoffen in einem einzigen Ablauf. Das Ergebnis ist eine sichtbar frischere, gepflegte Haut, auch in der grauen Jahreszeit.

Für sehr trockene oder beanspruchte Haut können Skinbooster-Injektionen mit Hyaluronsäure die Hautbarriere von innen heraus stärken und die Haut durch die Wintermonate bringen.

Unsere Praxen befinden sich in Bielefeld (Teutoburger Straße 60), Spenge (Lange Str. 34) und Verl (Westring 3). Termine können online über Doctolib oder telefonisch vereinbart werden.

Die Haut im Winter braucht mehr Aufmerksamkeit, nicht weniger. Wer jetzt handelt, merkt den Unterschied, wenn der Frühling kommt.

Hautkrebsvorsorge & Früherkennung: Moderne Technik in Bielefeld

Niemand möchte sich vorstellen, an Hautkrebs zu erkranken. Und genau deshalb verdrängen viele Menschen das Thema so lange, bis es nicht mehr geht. Dabei ist Hautkrebs eine der wenigen Krebserkrankungen, bei der frühe Erkennung tatsächlich den Unterschied machen kann. Nicht im übertragenen Sinne, sondern ganz konkret: Wird ein Melanom im Frühstadium entdeckt, liegt die Heilungsrate bei über 95 Prozent. Im fortgeschrittenen Stadium sinkt sie dramatisch.

Das ist kein Grund zur Panik. Aber ein sehr guter Grund, einmal im Jahr zur Hautkrebsvorsorge zu gehen.

Hautkrebs ist häufiger als viele denken

In Deutschland erkranken jährlich rund 285.000 Menschen an Hautkrebs, damit ist es eine der häufigsten Krebsarten überhaupt. Der helle Hautkrebs, also Basalzellkarzinom und Plattenepithelkarzinom, tritt dabei deutlich öfter auf als das schwarze Melanom. Aber gerade das Melanom ist das gefährlichste, weil es früh Tochtergeschwülste in anderen Organen bilden kann.

Was viele nicht wissen: Die Zahl der Neuerkrankungen steigt seit Jahren. Das liegt zum einen an einer älter werdenden Bevölkerung, zum anderen daran, dass vergangene Jahrzehnte mit intensiver Sonneneinstrahlung und wenig Schutz ihre Spuren hinterlassen. Wer als Kind viele Sonnenbrände hatte, trägt ein erhöhtes Risiko, auch wenn das Jahrzehnte zurückliegt.

Prävention und regelmäßige Früherkennung sind deshalb keine Option, sondern eine der wichtigsten Maßnahmen, die jeder Mensch für seine Gesundheit ergreifen kann.

Was bei der Hautkrebsvorsorge bei DermAR passiert

Viele Patientinnen und Patienten kommen zum ersten Mal zur Vorsorge und wissen nicht genau, was sie erwartet. Die Antwort ist einfacher als gedacht: Es wird nichts gestochen, nichts geschnitten und es tut nicht weh.

Eine gründliche Hautuntersuchung bei DermAR beginnt mit einem kurzen Gespräch. Wir fragen nach persönlicher und familiärer Vorgeschichte, nach Veränderungen, die aufgefallen sind, nach Sonnengewohnheiten und bisherigen Auffälligkeiten. Dieser Teil ist wichtiger, als er klingt, denn Kontext hilft beim Einordnen von Befunden.

Dann folgt die körperliche Untersuchung. Von Kopf bis Fuß, inklusive Kopfhaut, Zehenzwischenräume und Bereiche, die man selbst kaum sehen kann. Genau dort verstecken sich manchmal die Veränderungen, die niemand bemerkt hat.

Dermatoskopie: wenn das Auge allein nicht reicht

Das bloße Auge kann vieles erkennen. Aber nicht alles. Deshalb arbeiten wir bei DermAR mit dem digitalen Dermatoskop, einem modernen Untersuchungsgerät, das die Hautoberfläche stark vergrößert und beleuchtet. So werden Strukturen sichtbar, die für das menschliche Auge unsichtbar bleiben, Muster in der Tiefe der Haut, Farbverteilungen, Gefäßzeichnungen.

Das Dermatoskop verändert die Qualität der Diagnose grundlegend. Studien zeigen, dass erfahrene Dermatologen mit Dermatoskop deutlich mehr auffällige Läsionen korrekt einordnen als ohne. Und bei DermAR kommt beides zusammen: das technische Gerät und die langjährige klinische Erfahrung des Teams.

Wenn ein Hautbereich auffällig erscheint, wird er dokumentiert. Bei Bedarf erfolgt eine Biopsie, also eine kleine Gewebeentnahme, die anschließend im Labor feingeweblich untersucht wird. So lässt sich zweifelsfrei klären, ob eine Veränderung gutartig oder behandlungsbedürftig ist.

Wer besonders auf seine Haut achten sollte

Es gibt Menschen, für die eine regelmäßige Hautkrebsvorsorge besonders wichtig ist. Dazu gehören all jene, die eines oder mehrere der folgenden Merkmale aufweisen:

Heller Hauttyp. Wer schnell einen Sonnenbrand bekommt, kaum bräunt und blaue oder grüne Augen hat, trägt von Natur aus ein höheres Risiko. Der helle Hauttyp produziert weniger schützendes Melanin und ist damit empfindlicher gegenüber UV-Strahlung.

Viele Muttermale. Mehr als 50 Muttermale auf dem Körper gelten als Risikofaktor. Besonders atypische, also unregelmäßig geformte oder gefärbte Muttermale, sollten regelmäßig kontrolliert werden.

Intensive Sonnenexposition. Wer berufsbedingt viel in der Sonne arbeitet, häufig in den Urlaub in sonnenreiche Länder fährt oder in der Jugend viele Sonnenbrände hatte, sollte häufiger zur Kontrolle.

Familiäre Vorbelastung. Wenn in der Familie Hautkrebs aufgetreten ist, steigt das eigene Risiko. Das gilt besonders für das Melanom.

Geschwächtes Immunsystem. Menschen, die dauerhaft Medikamente nehmen, die das Immunsystem unterdrücken, zum Beispiel nach einer Organtransplantation, haben ein erhöhtes Risiko und sollten mindestens einmal jährlich zur Vorsorge.

Aber auch wer keinen dieser Risikofaktoren hat, profitiert von einer jährlichen Kontrolle. Hautkrebs kann jeden treffen. Und er tut es oft unangekündigt.

Wie oft zur Vorsorge?

Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre ein Hautkrebsscreening beim Arzt. Wer zu einer Risikogruppe gehört, sollte häufiger gehen, mindestens einmal jährlich.

Bei DermAR empfehlen wir, für Patientinnen und Patienten mit erhöhtem Risikoprofil individuelle Vorsorgeintervalle festzulegen. Manchmal ist eine halbjährliche Kontrolle sinnvoll, manchmal genügt einmal im Jahr. Das klären wir gemeinsam im ersten Gespräch.

Prävention beginnt nicht erst in der Praxis

Hautkrebsvorsorge bedeutet nicht nur, regelmäßig zum Arzt zu gehen. Sie beginnt im Alltag. Sonnenschutz mit ausreichend hohem Lichtschutzfaktor, das Vermeiden von Sonnenbädern in der Mittagshitze, das Tragen von schützender Kleidung und das regelmäßige Beobachten der eigenen Haut zu Hause sind Teil einer guten Präventionsstrategie.

Wir zeigen unseren Patientinnen und Patienten, worauf sie bei der Selbstuntersuchung achten sollten. Was ist normal? Was sollte man beobachten? Wann ist ein Arztbesuch dringend?

Dieses Wissen gehört für uns zur Vorsorge genauso dazu wie das Dermatoskop.

Jetzt Termin vereinbaren in Bielefeld

Unsere Hautarztpraxis in Bielefeld ist auf der Teutoburger Straße 60 zu finden. Termine können bequem online über Doctolib gebucht werden, ohne langes Warten in der Warteschleife. Wer eine Frage vorab hat, erreicht uns auch telefonisch.

Wir sind auch an unseren Standorten in Spenge (Lange Str. 34, 32139 Spenge) und Verl (Westring 3, 33415 Verl) für Sie da.

Ein Termin zur Hautkrebsvorsorge dauert in der Regel 20 bis 30 Minuten. Manche Patientinnen und Patienten kommen mit einem mulmigen Gefühl und gehen beruhigt nach Hause. Manchmal finden wir etwas, das wir uns genauer ansehen wollen, und dann sind wir froh, dass wir es gefunden haben.

Genau dafür sind wir hier.

Sonnenschutz im Alltag: Was LSF wirklich bedeutet und warum die meisten ihn falsch anwenden

Sonnenschutz ist das Thema, bei dem fast jeder nickt und sagt: ja, mache ich. Und dann schaut man genauer hin und stellt fest: Die meisten tragen viel zu wenig auf, wählen den falschen Faktor, vergessen das Nachauftragen und denken, an bewölkten Tagen bräuchten sie gar nichts.

Das ist kein Vorwurf. Es ist ein Informationsproblem. Denn Sonnenschutz ist nicht kompliziert, aber er funktioniert nur, wenn man ein paar grundlegende Dinge wirklich versteht.

Was LSF überhaupt bedeutet

LSF steht für Lichtschutzfaktor. Die Zahl dahinter sagt aus, wie viel länger man sich mit dem Produkt in der Sonne aufhalten kann, bevor die Haut anfängt zu röten, verglichen mit ungeschützter Haut.

LSF 30 bedeutet also: Man kann theoretisch 30 Mal länger in der Sonne bleiben als ohne Schutz. Klingt viel. Ist aber etwas irreführend, weil das auf einer Labormenge basiert, die fast niemand wirklich aufträgt.

In Studien wurde immer wieder gezeigt: Menschen tragen im Alltag nur ein Viertel bis ein Drittel der Menge auf, die für den angegebenen Schutz notwendig wäre. Wer also LSF 30 aufträgt, aber nur halb so viel wie nötig, landet effektiv bei einem Schutz von etwa LSF 5.

Das klingt ernüchternd. Ist es auch. Aber es ist lösbar.

Wie viel ist genug?

Die Faustregel für das Gesicht: eine Teelöffel. Für den gesamten Körper: etwa 30 bis 40 Milliliter, also ungefähr eine Schnapsglasmenge. Das ist deutlich mehr als das, was die meisten Menschen verwenden.

Für die tägliche Gesichtspflege empfehlen wir einen Sonnenschutz der gut in die Pflegeroutine integrierbar ist, leicht einzieht und nicht fettig oder weiß auf der Haut bleibt. Produkte mit LSF 50 sind hier die bessere Wahl als LSF 30, einfach weil die meisten zu wenig auftragen und der höhere Faktor dann als Sicherheitspuffer dient.

Warum auch bewölkte Tage zählen

Wolken filtern sichtbares Licht, aber nicht UV-Strahlung. Bis zu 80 Prozent der UV-Strahlen durchdringen bewölkten Himmel. Das bedeutet: An einem grauen Herbsttag in Bielefeld erreicht fast genauso viel UV-A-Strahlung die Haut wie an einem sonnigen Tag.

UV-A-Strahlung ist besonders tückisch, weil sie tiefer in die Haut eindringt als UV-B und langfristig für Hautalterung, Pigmentflecken und DNA-Schäden verantwortlich ist, ohne dass man es direkt spürt. Ein Sonnenbrand entsteht durch UV-B. Aber die stille Schädigung passiert durch UV-A, jeden Tag, das ganze Jahr über.

Guter Sonnenschutz sollte deshalb immer ein Breitbandschutz sein, also gegen beide Strahlungstypen schützen. Das steht entweder als „Breitband“, „UVA+UVB“ oder durch das UVA-Kreissymbol auf der Verpackung.

Wann nachauftragen?

Die meisten Menschen tragen Sonnenschutz einmal morgens auf und denken, sie sind für den Tag geschützt. Das funktioniert nur, wenn man den ganzen Tag drinnen sitzt.

Draußen gilt: alle zwei Stunden nachauftragen, nach dem Schwitzen, nach dem Schwimmen und nach dem Abtrocknen sowieso. Sonnenschutzmittel werden durch Sonneneinstrahlung, Schweiß und Reibung abgebaut. Ein einmaliges Auftragen morgens um 8 Uhr schützt nicht bis 18 Uhr.

Für den Alltag ohne starke Sonnenexposition reicht morgendliches Auftragen oft aus. Wer aber draußen arbeitet, Sport macht oder längere Zeit im Freien verbringt, muss nachauftragen.

Was Sonnenschutz mit Hautkrebs zu tun hat

Das ist der Kern. UV-Strahlung ist der wichtigste vermeidbare Risikofaktor für Hautkrebs. Nicht der einzige, aber der bedeutendste. Wer über Jahrzehnte konsequent Sonnenschutz verwendet, reduziert sein Risiko für Plattenepithelkarzinom um bis zu 40 Prozent, das zeigen Langzeitstudien.

Beim Melanom ist der Zusammenhang komplexer, weil genetische Faktoren eine große Rolle spielen. Aber auch hier gilt: Wer frühzeitig auf Schutz setzt, besonders in der Kindheit und Jugend, senkt das Risiko deutlich.

Sonnenschutz ist deshalb keine Kosmetikfrage, sondern Prävention. Wir bei DermAR sehen täglich Patientinnen und Patienten, bei denen Veränderungen aufgefallen sind, die sich über Jahre langsam entwickelt haben. Viele davon wären mit konsequentem Sonnenschutz und regelmäßiger Vorsorge früher erkannt oder verhindert worden.

Welcher Sonnenschutz für welchen Hauttyp?

Fettige und zu Unreinheiten neigende Haut braucht leichte, ölfreie Formeln, oft als Fluid oder Gel. Schwere Cremes können Poren verstopfen und Unreinheiten fördern. Es gibt heute sehr gute Sonnenschutzmittel speziell für aknegefährdete Haut, die mattierend wirken und nicht komedogen sind.

Trockene Haut profitiert von Sonnenschutzmitteln mit zusätzlichen Pflegeinhaltsstoffen wie Hyaluronsäure oder Glycerin. Hier können Cremes mit etwas höherem Feuchtigkeitsanteil doppelt sinnvoll sein.

Empfindliche Haut reagiert oft auf Duftstoffe, Konservierungsmittel oder bestimmte chemische UV-Filter. Mineralische Sonnenschutzmittel mit Zinkoxid oder Titandioxid sind für diese Haut meist besser verträglich, weil sie auf der Haut liegen statt einzudringen.

Für Kinder gilt grundsätzlich: LSF 50, mineralischer Schutz, keine Duftstoffe. Die Kinderhaut ist dünner und empfindlicher, und Sonnenschutz in der Kindheit hat einen besonders starken Langzeiteffekt auf das spätere Hautkrebsrisiko.

Was bei DermAR dazu gehört

Sonnenschutz ist Prävention. Aber Prävention allein reicht nicht, wenn man nicht auch regelmäßig kontrolliert lässt, was die Sonne über die Jahre hinterlassen hat. Die Hautkrebsvorsorge bei DermAR ist der logische Begleiter zum täglichen Sonnenschutz.

Wir beraten Sie auch gerne dazu, welcher Sonnenschutz wirklich zu Ihrer Haut und Ihrem Alltag passt. Nicht jedes Produkt funktioniert für jeden, und die Beratung durch einen Dermatologen ist etwas anderes als ein Etikett lesen.

Unsere Praxen befinden sich in Bielefeld (Teutoburger Straße 60), Spenge (Lange Str. 34) und Verl (Westring 3). Termine können online über Doctolib oder telefonisch vereinbart werden.

Schützen Sie Ihre Haut. Jeden Tag. Es lohnt sich.