Glacē™️-Behandlung: Vorteile und Ergebnisse bei DermAR

Es gibt Behandlungen, bei denen man danach das Gesicht berührt und denkt: So hat sich meine Haut schon lange nicht mehr angefühlt. Die Glacē™️-Behandlung ist eine davon.

Sie ist kein klassisches Gesichtspflegeprogramm und kein medizinischer Eingriff. Sie liegt dazwischen, eine High-End-Hautbehandlung, die mehrere Technologien in einem strukturierten Ablauf kombiniert und der Haut genau das gibt, was sie braucht: Tiefenreinigung, Ausgleich, Aufbau und Hydratation in einer einzigen Sitzung.

Inspiriert vom koreanischen Schönheitsideal der Glass Skin, also einer Haut, die so klar und ebenmäßig wirkt wie Glas, wurde die Glacē™️-Behandlung als mehrdimensionales Behandlungskonzept entwickelt, das mit modernen Geräten und präzise abgestimmten Wirkstoffen arbeitet.

Was die Glacē™️-Behandlung von anderen Behandlungen unterscheidet

Die meisten Hautpflegebehandlungen setzen an einem einzigen Problem an. Eine Reinigung reinigt. Ein Peeling pellt ab. Ein Feuchtigkeitsboost hydratisiert. Das ist sinnvoll, greift aber zu kurz, wenn die Haut an mehreren Stellen gleichzeitig Aufmerksamkeit braucht.

Die Glacē™️-Behandlung folgt einem fünfstufigen Ablauf, bei dem jeder Schritt auf den vorherigen aufbaut.

Im ersten Schritt steht die Entgiftung. Eine Tiefenreinigung befreit die Haut von Ablagerungen, überschüssigem Talg, Umweltrückständen und verstopfenden Rückständen aus der täglichen Pflege. Die Haut wird vorbereitet, nicht nur gereinigt.

Im zweiten Schritt folgt die Normalisierung. Das Hautmikrobiom, also die natürliche Bakterienflora auf der Haut, die bei vielen Menschen durch aggressive Pflegeprodukte, Stress oder Ernährung aus dem Gleichgewicht geraten ist, wird gezielt wieder ausgeglichen. Das ist ein Ansatz, den konventionelle Behandlungen selten berücksichtigen.

Im dritten Schritt kommt die Aktivierung. Hochwertige Wirkstoffe werden in die vorbereitete Haut eingearbeitet und regen die Zellerneuerung an. Die Haut ist in diesem Stadium besonders aufnahmefähig, weil die vorherigen Schritte den Weg freigemacht haben.

Im vierten Schritt die Optimierung. Antioxidantien, Vitamine und Hyaluronsäure werden gezielt eingesetzt, um das Hautbild zu verfeinern, Pigmentungleichmäßigkeiten auszugleichen und die Barrierefunktion der Haut zu stärken.

Im fünften und letzten Schritt die Pflege. Eine intensive Hydratation versiegelt das Ergebnis und sorgt dafür, dass die Wirkung nicht nur direkt nach der Behandlung sichtbar ist, sondern anhält.

Die Technologien, die dabei eingesetzt werden

Was die Glacē™️-Behandlung von einer einfachen Gesichtsbehandlung unterscheidet, ist der gezielte Einsatz mehrerer Gerätetechnologien in einem Ablauf.

Hydrodermabrasion reinigt die Haut porentiefe, ohne mechanischen Druck durch Schleifkörper. Stattdessen wird ein feiner Wasserstrahl kombiniert mit Unterdruck eingesetzt, der Verunreinigungen aus den Poren löst und gleichzeitig Feuchtigkeit zuführt. Das Ergebnis ist eine gründlichere Reinigung als mit herkömmlichen Methoden, ohne die Haut zu reizen.

Die Schröpfmassage ist ein traditionelles Verfahren, das in der Glacē™️-Behandlung modern adaptiert wurde. Durch sanften Sog werden Mikrozirkulation und Lymphfluss angeregt. Das fördert die Durchblutung, hilft beim Abtransport von Stoffwechselabfällen und gibt dem Gesicht eine sichtbar frischere Farbe.

LED-Technologie setzt verschiedene Lichtwellenlängen gezielt ein. Rotes Licht stimuliert die Kollagenproduktion und wirkt entzündungshemmend. Blaues Licht ist antibakteriell und eignet sich besonders bei unreiner Haut. Je nach Hautbild wird die passende Wellenlänge gewählt.

Die Gesichtslymphdrainage rundet die Behandlung ab. Sie reduziert Schwellungen, fördert den Abbau von eingelagerter Flüssigkeit und gibt dem Gesicht eine klarer definierte Kontur.

Für welche Hauttypen und Personen die Glacē™️-Behandlung geeignet ist

Das ist einer der besonderen Vorteile dieser Behandlung: Sie ist für nahezu alle Hauttypen geeignet, weil der Ablauf individuell angepasst wird.

Wer unter trockener oder dehydrierter Haut leidet, profitiert besonders von der Hydratationsstufe und der LED-Stimulation. Wer fettige oder zu Unreinheiten neigende Haut hat, profitiert von der Tiefenreinigung und dem antibakteriellen blauen Licht. Reife Haut, die an Elastizitätsverlust und feinen Linien leidet, spricht sehr gut auf die Kollagen-stimulierende Komponente an. Empfindliche Haut profitiert von der sanften Hydrodermabrasion und der entzündungshemmenden Wirkung des roten Lichts.

Besonders geeignet ist die Glacē™️-Behandlung für Menschen, die ihr Hautbild insgesamt verbessern möchten, ohne einen invasiven Eingriff in Kauf nehmen zu müssen. Auch als Vorbereitung auf ein besonderes Ereignis, eine Hochzeit, ein wichtiges Meeting, einen Urlaub, ist sie sehr beliebt, weil das Ergebnis oft bereits nach der ersten Sitzung sichtbar ist.

Menschen mit aktiven Hauterkrankungen wie schwerer Akne, Rosacea im Schub oder offenen Wunden sollten vorab ein ärztliches Beratungsgespräch wahrnehmen, um abzuklären, ob und in welcher Form die Behandlung sinnvoll ist.

Wie viele Sitzungen sind notwendig?

Viele Patientinnen und Patienten berichten bereits nach der ersten Sitzung von einer sichtbaren Veränderung: strahlendere Haut, verfeinerte Poren, ein frischerer Teint. Aber das vollständige Potenzial der Glacē™️-Behandlung entfaltet sich über mehrere Sitzungen.

Als Einstieg empfehlen wir eine Serie von drei Sitzungen im Abstand von zwei bis vier Wochen. Danach ist eine monatliche Erhaltungsbehandlung ideal, um das Ergebnis langfristig zu sichern und die Hautgesundheit kontinuierlich zu unterstützen.

Wer die Glacē™️-Behandlung als einmaligen Treat nutzen möchte, zum Beispiel vor einem besonderen Anlass, wird auch von einer einzelnen Sitzung profitieren. Die Haut sieht direkt danach deutlich frischer und gepflegter aus.

Was die Ergebnisse zeigen

Das Ergebnis der Glacē™️-Behandlung lässt sich in Bildern zeigen, aber am besten beschreiben es die Patientinnen und Patienten selbst: Die Haut wirkt klarer, die Poren sehen feiner aus, der Teint ist gleichmäßiger. Das Gesicht hat einen natürlichen Glow, der nicht aufgetragen aussieht, sondern von innen kommt.

Vorher-Nachher-Bilder echter Patientinnen und Patienten können Sie bei DermAR im persönlichen Beratungsgespräch einsehen. Wir zeigen Ihnen gerne, welche Ergebnisse bei verschiedenen Hauttypen und Ausgangssituationen realistisch erreichbar sind.

Termin bei DermAR vereinbaren

Die Glacē™️-Behandlung ist in allen drei Praxen von DermAR verfügbar: in Bielefeld (Teutoburger Straße 60), in Spenge (Lange Str. 34) und in Verl (Westring 3).

Termine können bequem online über Doctolib gebucht werden oder telefonisch bei unserem Team. Wir freuen uns auf Sie.

Professioneller CO2-Laser-Service in Bielefeld: Was Sie wissen sollten

Es gibt Behandlungen, die die Haut oberflächlich verbessern. Und es gibt Behandlungen, die tiefer gehen. Der CO2-Laser gehört zur zweiten Kategorie. Er gilt seit Jahren als einer der wirksamsten Eingriffe in der ästhetischen Dermatologie, nicht weil er verspricht, sondern weil er liefert. Und weil er das, was er liefert, mit klinischer Präzision tut.

Wer mit dem CO2-Laser liebäugelt, hat in der Regel ein konkretes Anliegen. Falten, die sich mit Cremes nicht mehr ansprechen lassen. Aknenarben, die seit Jahren den Blick in den Spiegel begleiten. Eine Haut, die trotz guter Pflege ihre Frische verloren hat. Für all das kann der CO2-Laser eine Antwort sein, aber nicht für jeden und nicht ohne Vorbereitung.

Dieser Artikel erklärt, was die Behandlung wirklich ist, für wen sie geeignet ist, was danach passiert und was man in Bielefeld realistisch erwarten kann.

Was der CO2-Laser macht und wie er wirkt

CO2 steht für Kohlendioxid. Das Gas ist der Träger einer präzisen Lichtwellenlänge von 10.600 Nanometern, die von Wasser im Gewebe besonders gut absorbiert wird. Da menschliche Haut zu einem großen Teil aus Wasser besteht, wirkt der Laserstrahl sehr gezielt: Er verdampft Hautschichten kontrolliert und bis auf den Mikrometer genau.

Das klingt drastischer als es ist. In der Praxis bedeutet es folgendes: Der Laser entfernt die oberste Hautschicht, die Epidermis, und dringt dabei auch in die tiefere Lederhaut, die Dermis, ein. Dort entsteht Wärme, die die Kollagenfasern anzieht und stimuliert. Der Körper reagiert auf diese kontrollierte Verletzung wie er es bei jeder Heilung tut: Er produziert neues Kollagen, baut neue Hautstrukturen auf und regeneriert sich von innen heraus.

Das Ergebnis ist Haut, die sich erneuert hat. Nicht überdeckt, nicht aufgefüllt, sondern tatsächlich neu aufgebaut.

Moderne CO2-Laser arbeiten entweder als vollflächige oder als fraktionierte Systeme. Bei der fraktionierten Variante, die bei DermAR eingesetzt wird, werden winzige Behandlungskanäle in die Haut gesetzt, zwischen denen gesundes Gewebe erhalten bleibt. Das verkürzt die Heilungszeit erheblich und macht die Behandlung schonender, ohne an Wirksamkeit zu verlieren.

Welche Hautprobleme der CO2-Laser behandelt

Der CO2-Laser ist eines der vielseitigsten Geräte in der ästhetischen Dermatologie. Er wird eingesetzt bei:

Falten und Hautalterung. Besonders tiefe mimische Falten rund um Mund, Augen und Stirn sprechen gut auf den CO2-Laser an. Die Kollagenstimulation strafft die Haut und glättet die Oberfläche nachhaltig.

Aknenarben. Atrophe Narben, also jene, die eine Vertiefung in der Haut hinterlassen, sind eine der häufigsten Indikationen. Der Laser ebnet das Hautniveau an, indem er die vertiefte Umgebung aufbaut und die Narbe selbst abträgt.

Pigmentflecken und ungleichmäßiger Hautton. Altersflecken, sonnenbedingte Hyperpigmentierung und ungleichmäßige Hautstruktur können mit dem CO2-Laser deutlich verbessert werden.

Feine Linien und Texturunebenheiten. Grobporige oder raue Hautoberflächen, die durch Sonnenschäden oder genetische Faktoren entstanden sind, werden durch die Erneuerung der Epidermis spürbar verfeinert.

Gutartige Hautveränderungen. Fibrome, Warzen, Keratosen und andere gutartige Wucherungen können präzise und narbenarm abgetragen werden.

Wer für die Behandlung geeignet ist

Der CO2-Laser ist effektiv, aber nicht für jeden geeignet. Ein ausführliches Vorgespräch ist deshalb bei DermAR Voraussetzung für jede Behandlung.

Gut geeignet sind Patientinnen und Patienten mit hellem bis mittelhellem Hauttyp, die unter Falten, Aknenarben oder Pigmentveränderungen leiden und bereit sind, die notwendige Erholungszeit einzuplanen. Die besten Ergebnisse zeigen sich oft bei Menschen zwischen 35 und 65 Jahren, deren Haut noch über ausreichend Regenerationspotenzial verfügt.

Nicht oder nur eingeschränkt geeignet sind Patientinnen und Patienten mit sehr dunklem Hauttyp, da das Risiko für Pigmentveränderungen nach der Behandlung steigt. Auch eine aktive Rosacea, Herpes-Infektionen im Behandlungsbereich, Schwangerschaft, die Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten oder eine Neigung zu Keloiden sind Kontraindikationen, die wir im Vorgespräch gemeinsam abklären.

Wer kurz zuvor Isotretinoin, ein Mittel gegen Akne, eingenommen hat, muss in der Regel mindestens sechs Monate warten, bevor eine Laserbehandlung möglich ist.

Wie die Behandlung bei DermAR abläuft

Vor der eigentlichen Behandlung wird die Haut gründlich gereinigt. Je nach Intensität der geplanten Laserbehandlung wird eine lokale Betäubungscreme aufgetragen und 30 bis 60 Minuten einwirken gelassen, damit die Behandlung so angenehm wie möglich ist.

Dann arbeitet der Laser. Der Behandlungsarzt oder die Behandlungsärztin führt den Handstück des Geräts gleichmäßig über die zu behandelnden Bereiche. Man spürt Wärme, manchmal ein leichtes Kribbeln, aber keinen Schmerz.

Die Dauer der Behandlung hängt davon ab, welche Bereiche behandelt werden. Eine Behandlung der gesamten Gesichtshaut dauert in der Regel 30 bis 60 Minuten. Einzelne Zonen wie Augenpartie oder Mundbereich sind entsprechend kürzer.

Bei DermAR wird ausschließlich mit klinisch geprüften, medizinisch zugelassenen CO2-Lasersystemen gearbeitet. Die Gerätequalität ist kein Marketingargument, sondern sicherheitsrelevant: Präzision, Wellenlänge und Intensität müssen exakt kalibriert sein, damit die Behandlung wirksam und gleichzeitig gewebeschonend ist.

Ergebnisse: was vorher und nachher passiert

Unmittelbar nach der Behandlung ist die Haut gerötet, geschwollen und fühlt sich an wie ein starker Sonnenbrand. Das ist normal und gewollt, es zeigt, dass der Heilungsprozess begonnen hat.

In den ersten drei bis fünf Tagen bildet sich auf der Haut eine feine Kruste, die Epidermis häutet sich ab. Darunter entsteht neue, zarte Haut. Diese Phase erfordert Disziplin: Nicht kratzen, nicht reiben, vorsichtig pflegen.

Nach etwa einer Woche ist die akute Phase vorbei. Die Haut ist noch gerötet, aber die Erneuerung ist sichtbar. Das endgültige Ergebnis zeigt sich nach drei bis sechs Monaten, wenn die Kollagenproduktion ihren Höhepunkt erreicht hat.

Was erwartet einen dann? Eine Haut, die glatter, ebenmäßiger und straffer wirkt. Falten sind reduziert, Narben deutlich flacher, der Hautton gleichmäßiger. Viele Patientinnen und Patienten beschreiben das Ergebnis als das beste ihrer Haut seit Jahren, nicht spektakulär verändert, aber spürbar erneuert.

Nachsorge und Erholung

Die Erholung nach einem CO2-Laser erfordert Geduld. Folgende Hinweise helfen dabei:

Sonne konsequent meiden. In den ersten Wochen nach der Behandlung ist die neue Haut extrem lichtempfindlich. Sonnenschutz mit LSF 50 ist Pflicht, auch im Winter. Intensive Sonnenexposition kann zu dauerhaften Pigmentflecken führen.

Haut feucht halten. Wundheilende, rückfettende Cremes ohne Duftstoffe oder Konservierungsmittel unterstützen die Regeneration. Welche Produkte wir empfehlen, besprechen wir individuell nach der Behandlung.

Make-up weglassen. Mindestens eine Woche nach der Behandlung sollte auf Make-up verzichtet werden, um die sensible neue Haut nicht zu belasten.

Sport und Sauna pausieren. Schwitzen und intensive körperliche Belastung fördern Entzündungsreaktionen und sollten in den ersten zwei Wochen vermieden werden.

Kontrolltermin wahrnehmen. Bei DermAR vereinbaren wir nach jeder Laserbehandlung einen Nachsorgetermin, um die Heilung zu beurteilen und gegebenenfalls anzupassen.

Was die Behandlung in Bielefeld kostet

Die Kosten einer CO2-Laserbehandlung hängen von mehreren Faktoren ab: der behandelten Fläche, der Intensität des Eingriffs und der Anzahl notwendiger Sitzungen. Für eine genaue und transparente Kostenauskunft, die auf Ihre individuelle Situation zugeschnitten ist, rufen Sie uns gerne an oder buchen Sie einen Beratungstermin online.

Termin bei Dermar

Unsere Hautarztpraxis befindet sich in der Teutoburger Straße 60, 33604 Bielefeld. Termine können online über Doctolib oder telefonisch vereinbart werden. Das Beratungsgespräch vor einer CO2-Laserbehandlung ist bei uns immer ohne Zusatzkosten.

Wir nehmen uns die Zeit, Ihre Haut zu verstehen, bevor wir entscheiden, was das Richtige für sie ist.

Gesichtsreinigung: Top Techniken für alle Hauttypen

Gesichtsreinigung klingt nach etwas, das jeder schon kennt. Morgens und abends Gesicht waschen, fertig. Aber wer einmal in der Dermatologie-Praxis gesessen und sich die eigene Haut unter dem Dermatoskop angesehen hat, versteht schnell: Das, was man zu Hause macht, und das, was die Haut wirklich braucht, sind oft zwei verschiedene Dinge.

Falsche oder unzureichende Reinigung ist einer der häufigsten Gründe dafür, warum Hautpflegeprodukte nicht wirken, warum Unreinheiten immer wiederkommen und warum die Haut trotz aufwendiger Pflegeroutine müde und glanzlos wirkt. Die Basis stimmt nicht.

Dieser Artikel erklärt, warum Reinigung so wichtig ist, welche Methoden es gibt, was für welchen Hauttyp passt und wann eine professionelle Reinigung in der Praxis sinnvoll ist.

Warum richtige Gesichtsreinigung so wichtig ist

Die Haut ist den ganzen Tag aktiv. Sie produziert Talg, schwitzt, kommt mit Feinstaub, Abgasen und UV-Strahlung in Kontakt. Dazu kommen Make-up, Sonnenschutz und andere Pflegeprodukte, die sich im Laufe des Tages auf der Oberfläche ansammeln.

All das muss abends sorgfältig entfernt werden, sonst passiert Folgendes: Poren werden durch nicht entfernte Rückstände verstopft. Talg kann nicht mehr ungehindert abfließen, Mitesser entstehen. Hautpflegeprodukte, die man danach aufträgt, können nicht in die Haut eindringen, weil eine Schicht aus Verunreinigungen und alten Produkten im Weg ist. Die nächtliche Regeneration der Haut wird behindert.

Morgens ist eine sanfte Reinigung ebenfalls wichtig, auch wenn man nachts nicht draußen war. Während der Nacht produziert die Haut Talg, und Schweiß sowie abgestorbene Zellen sammeln sich auf der Oberfläche. Eine morgendliche Reinigung bereitet die Haut optimal auf Pflege und Sonnenschutz vor.

Was viele unterschätzen: Zu aggressiv zu reinigen ist genauso schädlich wie zu wenig. Wer täglich Schäume mit hohem Tensidgehalt, Alkohol oder grobe Peelings verwendet, zerstört den natürlichen Säureschutzmantel der Haut. Die Haut reagiert mit Rötungen, Überempfindlichkeit und paradoxerweise mit noch mehr Talgproduktion, weil sie den verlorenen Schutz ausgleichen will.

Das Ziel ist Gleichgewicht: gründlich genug, um wirklich sauber zu sein, sanft genug, um die Hautbarriere zu erhalten.

Die wichtigsten Reinigungstechniken im Überblick

Mizellenwasser

Mizellenwasser ist eine wässrige Lösung, die winzige Fettkügelchen, sogenannte Mizellen, enthält. Diese binden Schmutz, Make-up und Talg und lösen sie von der Hautoberfläche, ohne Wasser und ohne Reiben. Es wird mit einem Wattepad aufgetragen und abgenommen.

Mizellenwasser ist sanft, schnell und gut verträglich. Es eignet sich besonders für empfindliche Haut und als erste Stufe bei stark geschminkter Haut. Es ist kein vollständiger Ersatz für eine nachfolgende Reinigung mit Wasser, kann aber ideal als erster Schritt in einer Doppelreinigung eingesetzt werden.

Reinigungsöl und Balsam

Öl löst Öl. Das Prinzip dahinter ist chemisch einfach und in der Wirkung effektiv. Reinigungsöle und Balsame binden wasserabweisende Rückstände wie wasserfestes Make-up, Sonnenschutz und fettigen Talg. Sie werden auf trockene Haut aufgetragen, einmassiert und dann mit Wasser abgespült, wobei sie sich in eine milchige Emulsion verwandeln, die die gelösten Rückstände mit abspült.

Reinigungsöle sind besonders für trockene und normale Haut geeignet. Wer fettige Haut hat und Angst vor Ölen hat, kann trotzdem davon profitieren: Leichte, nicht komedogene Öle wie Jojobaöl sind für die meisten Hauttypen verträglich.

Reinigungsschaum und Gel

Schaumige Reiniger und Gele sind weit verbreitet, aber nicht für jeden geeignet. Sie enthalten in der Regel Tenside, also waschaktive Substanzen, die Schmutz und Öle von der Haut lösen. Das Problem: Starke Tenside unterscheiden nicht zwischen Schmutz und dem natürlichen Schutzfilm der Haut. Sie waschen beides weg.

Für fettige oder zu Akne neigende Haut können milde Schaumreiniger durchaus sinnvoll sein. Für trockene, empfindliche oder reife Haut sind sie oft zu aggressiv. Hier gilt: Je mehr Schaum, desto vorsichtiger.

Milch und Lotion

Reinigungsmilch ist die klassische, emulsionsbasierte Alternative für empfindliche und trockene Haut. Sie reinigt sanft, hinterlässt kein Straffheitsgefühl und ist besonders gut verträglich. Der Nachteil: Bei sehr unreiner oder fettiger Haut reicht die Reinigungsleistung manchmal nicht aus.

Professionelle Peeling-Reinigung

Mechanisches Peeling, also die Reinigung mit feinen Schleifpartikeln, und chemisches Peeling mit Fruchtsäuren entfernen neben Schmutz auch abgestorbene Hautzellen, die die Haut stumpf und grau wirken lassen. Das fördert die Zellerneuerung und verbessert die Aufnahme von Pflegeprodukten.

Peelings sollten jedoch nicht täglich angewendet werden. Zwei- bis dreimal pro Woche ist für die meisten Hauttypen ausreichend, für empfindliche Haut reicht einmal pro Woche oder alle zwei Wochen.

Welcher Hauttyp braucht was?

Normale Haut ist weder zu fettig noch zu trocken und verträgt die meisten milden Reinigungsmethoden gut. Eine sanfte Reinigungsmilch oder ein mildes Gel morgens und abends reicht in der Regel aus.

Fettige und zu Unreinheiten neigende Haut produziert viel Talg und neigt zu verstopften Poren. Hier sind gründlichere Reiniger sinnvoll, zum Beispiel ein leichtes Reinigungsgel mit Salicylsäure, die in die Poren eindringt und überschüssigen Talg löst. Regelmäßige professionelle Tiefenreinigungen in der Praxis helfen, das Hautbild langfristig zu verbessern.

Trockene Haut produziert wenig Talg und reagiert schnell auf aggressive Reinigung mit Spannungsgefühl und Schuppung. Reinigungsöle, Balsame oder Milch sind hier die bessere Wahl. Warmes, kein heißes Wasser verwenden, da Hitze die Haut zusätzlich austrocknet.

Empfindliche und reaktive Haut rötet schnell, reagiert auf Duftstoffe, Alkohol und Tenside mit Brennen oder Juckreiz. Parfümfreie, pH-neutrale Reiniger ohne Konservierungsmittel sind das Richtige. Sanftes Abtupfen statt Reiben schont die Haut zusätzlich.

Mischhaut hat fettige T-Zone und trockene Wangen und stellt die meisten Menschen vor ein Dilemma: Was reinigt die Stirn ohne die Wangen auszutrocknen? Eine milde Reinigung, die für das ganze Gesicht geeignet ist, und bei Bedarf eine gezielte Behandlung der T-Zone mit einem Peeling sind hier die sinnvollste Strategie.

Reife Haut verliert mit dem Alter an Feuchtigkeit und Elastizität. Aggressive Reinigung beschleunigt diesen Prozess. Sanfte Reinigungsöle oder Milch und anschließend ein rückfettendes Tonic sind ideal.

Professionelle Gesichtsreinigung bei DermAR

Was man zu Hause erreicht, hat Grenzen. Eine professionelle Tiefenreinigung in der dermatologischen Praxis geht weiter und tiefer als jede Heimanwendung.

Bei DermAR setzen wir unter anderem die HydraFacial-Technologie ein, die Reinigung, Peeling, Extraktion und intensive Feuchtigkeitsversorgung in einem einzigen Ablauf kombiniert. Das Ergebnis ist sofort sichtbar: eine sauberere, gleichmäßigere und strahlendere Haut, ohne Rötungen, ohne Ausfallzeit.

Für Patientinnen und Patienten mit Akne oder chronisch verstopften Poren empfehlen wir regelmäßige professionelle Reinigungen, ergänzt durch eine auf den Hauttyp abgestimmte Heimroutine, die wir gemeinsam festlegen.

Das Beratungsgespräch ist der erste Schritt. Wir schauen uns die Haut genau an, beurteilen den Hauttyp und erklären, welche Reinigungsroutine wirklich passt, zu Hause und in der Praxis.

Termin in Bielefeld vereinbaren

Unsere Hautarztpraxis befindet sich in der Teutoburger Straße 60, 33604 Bielefeld. Termine können online über Doctolib oder telefonisch vereinbart werden. Wir sind auch in Spenge (Lange Str. 34, 32139 Spenge) und Verl (Westring 3, 33415 Verl) für Sie da.

Manchmal ist der wichtigste Schritt für bessere Haut kein neues Serum, sondern ein Gespräch darüber, ob die Reinigung wirklich stimmt.