Hautkrebsvorsorge & Früherkennung: Moderne Technik in Bielefeld

Niemand möchte sich vorstellen, an Hautkrebs zu erkranken. Und genau deshalb verdrängen viele Menschen das Thema so lange, bis es nicht mehr geht. Dabei ist Hautkrebs eine der wenigen Krebserkrankungen, bei der frühe Erkennung tatsächlich den Unterschied machen kann. Nicht im übertragenen Sinne, sondern ganz konkret: Wird ein Melanom im Frühstadium entdeckt, liegt die Heilungsrate bei über 95 Prozent. Im fortgeschrittenen Stadium sinkt sie dramatisch.

Das ist kein Grund zur Panik. Aber ein sehr guter Grund, einmal im Jahr zur Hautkrebsvorsorge zu gehen.

Hautkrebs ist häufiger als viele denken

In Deutschland erkranken jährlich rund 285.000 Menschen an Hautkrebs, damit ist es eine der häufigsten Krebsarten überhaupt. Der helle Hautkrebs, also Basalzellkarzinom und Plattenepithelkarzinom, tritt dabei deutlich öfter auf als das schwarze Melanom. Aber gerade das Melanom ist das gefährlichste, weil es früh Tochtergeschwülste in anderen Organen bilden kann.

Was viele nicht wissen: Die Zahl der Neuerkrankungen steigt seit Jahren. Das liegt zum einen an einer älter werdenden Bevölkerung, zum anderen daran, dass vergangene Jahrzehnte mit intensiver Sonneneinstrahlung und wenig Schutz ihre Spuren hinterlassen. Wer als Kind viele Sonnenbrände hatte, trägt ein erhöhtes Risiko, auch wenn das Jahrzehnte zurückliegt.

Prävention und regelmäßige Früherkennung sind deshalb keine Option, sondern eine der wichtigsten Maßnahmen, die jeder Mensch für seine Gesundheit ergreifen kann.

Was bei der Hautkrebsvorsorge bei DermAR passiert

Viele Patientinnen und Patienten kommen zum ersten Mal zur Vorsorge und wissen nicht genau, was sie erwartet. Die Antwort ist einfacher als gedacht: Es wird nichts gestochen, nichts geschnitten und es tut nicht weh.

Eine gründliche Hautuntersuchung bei DermAR beginnt mit einem kurzen Gespräch. Wir fragen nach persönlicher und familiärer Vorgeschichte, nach Veränderungen, die aufgefallen sind, nach Sonnengewohnheiten und bisherigen Auffälligkeiten. Dieser Teil ist wichtiger, als er klingt, denn Kontext hilft beim Einordnen von Befunden.

Dann folgt die körperliche Untersuchung. Von Kopf bis Fuß, inklusive Kopfhaut, Zehenzwischenräume und Bereiche, die man selbst kaum sehen kann. Genau dort verstecken sich manchmal die Veränderungen, die niemand bemerkt hat.

Dermatoskopie: wenn das Auge allein nicht reicht

Das bloße Auge kann vieles erkennen. Aber nicht alles. Deshalb arbeiten wir bei DermAR mit dem digitalen Dermatoskop, einem modernen Untersuchungsgerät, das die Hautoberfläche stark vergrößert und beleuchtet. So werden Strukturen sichtbar, die für das menschliche Auge unsichtbar bleiben, Muster in der Tiefe der Haut, Farbverteilungen, Gefäßzeichnungen.

Das Dermatoskop verändert die Qualität der Diagnose grundlegend. Studien zeigen, dass erfahrene Dermatologen mit Dermatoskop deutlich mehr auffällige Läsionen korrekt einordnen als ohne. Und bei DermAR kommt beides zusammen: das technische Gerät und die langjährige klinische Erfahrung des Teams.

Wenn ein Hautbereich auffällig erscheint, wird er dokumentiert. Bei Bedarf erfolgt eine Biopsie, also eine kleine Gewebeentnahme, die anschließend im Labor feingeweblich untersucht wird. So lässt sich zweifelsfrei klären, ob eine Veränderung gutartig oder behandlungsbedürftig ist.

Wer besonders auf seine Haut achten sollte

Es gibt Menschen, für die eine regelmäßige Hautkrebsvorsorge besonders wichtig ist. Dazu gehören all jene, die eines oder mehrere der folgenden Merkmale aufweisen:

Heller Hauttyp. Wer schnell einen Sonnenbrand bekommt, kaum bräunt und blaue oder grüne Augen hat, trägt von Natur aus ein höheres Risiko. Der helle Hauttyp produziert weniger schützendes Melanin und ist damit empfindlicher gegenüber UV-Strahlung.

Viele Muttermale. Mehr als 50 Muttermale auf dem Körper gelten als Risikofaktor. Besonders atypische, also unregelmäßig geformte oder gefärbte Muttermale, sollten regelmäßig kontrolliert werden.

Intensive Sonnenexposition. Wer berufsbedingt viel in der Sonne arbeitet, häufig in den Urlaub in sonnenreiche Länder fährt oder in der Jugend viele Sonnenbrände hatte, sollte häufiger zur Kontrolle.

Familiäre Vorbelastung. Wenn in der Familie Hautkrebs aufgetreten ist, steigt das eigene Risiko. Das gilt besonders für das Melanom.

Geschwächtes Immunsystem. Menschen, die dauerhaft Medikamente nehmen, die das Immunsystem unterdrücken, zum Beispiel nach einer Organtransplantation, haben ein erhöhtes Risiko und sollten mindestens einmal jährlich zur Vorsorge.

Aber auch wer keinen dieser Risikofaktoren hat, profitiert von einer jährlichen Kontrolle. Hautkrebs kann jeden treffen. Und er tut es oft unangekündigt.

Wie oft zur Vorsorge?

Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre ein Hautkrebsscreening beim Arzt. Wer zu einer Risikogruppe gehört, sollte häufiger gehen, mindestens einmal jährlich.

Bei DermAR empfehlen wir, für Patientinnen und Patienten mit erhöhtem Risikoprofil individuelle Vorsorgeintervalle festzulegen. Manchmal ist eine halbjährliche Kontrolle sinnvoll, manchmal genügt einmal im Jahr. Das klären wir gemeinsam im ersten Gespräch.

Prävention beginnt nicht erst in der Praxis

Hautkrebsvorsorge bedeutet nicht nur, regelmäßig zum Arzt zu gehen. Sie beginnt im Alltag. Sonnenschutz mit ausreichend hohem Lichtschutzfaktor, das Vermeiden von Sonnenbädern in der Mittagshitze, das Tragen von schützender Kleidung und das regelmäßige Beobachten der eigenen Haut zu Hause sind Teil einer guten Präventionsstrategie.

Wir zeigen unseren Patientinnen und Patienten, worauf sie bei der Selbstuntersuchung achten sollten. Was ist normal? Was sollte man beobachten? Wann ist ein Arztbesuch dringend?

Dieses Wissen gehört für uns zur Vorsorge genauso dazu wie das Dermatoskop.

Jetzt Termin vereinbaren in Bielefeld

Unsere Hautarztpraxis in Bielefeld ist auf der Teutoburger Straße 60 zu finden. Termine können bequem online über Doctolib gebucht werden, ohne langes Warten in der Warteschleife. Wer eine Frage vorab hat, erreicht uns auch telefonisch.

Wir sind auch an unseren Standorten in Spenge (Lange Str. 34, 32139 Spenge) und Verl (Westring 3, 33415 Verl) für Sie da.

Ein Termin zur Hautkrebsvorsorge dauert in der Regel 20 bis 30 Minuten. Manche Patientinnen und Patienten kommen mit einem mulmigen Gefühl und gehen beruhigt nach Hause. Manchmal finden wir etwas, das wir uns genauer ansehen wollen, und dann sind wir froh, dass wir es gefunden haben.

Genau dafür sind wir hier.