PRP-Behandlung & Eigenbluttherapie: Wirkung & Vorteile bei DermAR
Der menschliche Körper heilt sich selbst. Das ist kein Marketingversprechen, sondern Biologie. Was die PRP-Behandlung macht, ist im Grunde simpel: Sie nimmt diese Fähigkeit des Körpers und verstärkt sie gezielt, genau dort, wo Regeneration gebraucht wird.
PRP steht für Platelet-Rich Plasma, also plättchenreiches Plasma. Es ist eine der wenigen Behandlungen in der ästhetischen und regenerativen Dermatologie, die vollständig auf körpereigenes Material setzt. Kein Fremdstoff, keine synthetische Substanz, keine Allergie möglich. Nur das, was bereits im Blut des Patienten steckt.
Was Eigenbluttherapie bedeutet
Der Begriff Eigenbluttherapie beschreibt das übergeordnete Prinzip: Dem Patienten wird eine kleine Menge Blut entnommen, aufbereitet und anschließend wieder in den eigenen Körper zurückgegeben. Das ist keine neue Idee, die Orthopädie und Sportmedizin nutzen dieses Verfahren seit Jahrzehnten zur Behandlung von Gelenk- und Sehnenverletzungen.
In der Dermatologie hat die Eigenbluttherapie in Form der PRP-Behandlung eine eigene Entwicklung genommen. Hier liegt der Fokus auf der Haut und der Kopfhaut, auf Regeneration, Straffung und dem Ausgleich von Substanzverlust, der durch Alterung, Narben oder Haarausfall entstanden ist.
Wie die PRP-Behandlung & Eigenbluttherapie funktioniert
Der Ablauf beginnt mit einer Blutabnahme aus der Armvene, in der Regel etwa 10 bis 20 Milliliter. Diese Menge ist gering, weniger als bei einer normalen Blutuntersuchung beim Hausarzt.
Das entnommene Blut wird in einer Spezialzentrifuge aufbereitet. Durch die Zentrifugation trennen sich die Blutbestandteile nach Dichte: rote Blutkörperchen sinken nach unten, das goldgelbliche Plasma mit einer hohen Konzentration an Thrombozyten, also Blutplättchen, schwimmt oben. Dieses Plasma wird abgezogen und ist das PRP.
Warum sind Thrombozyten so wichtig? Sie enthalten eine Vielzahl an Wachstumsfaktoren, also Proteine, die Zellen zur Teilung und Regeneration anregen. Bei einer Verletzung sind Thrombozyten die ersten, die am Ort des Geschehens ankommen und den Heilungsprozess einleiten. Im PRP sind sie in einer Konzentration vorhanden, die drei bis fünf Mal höher ist als im normalen Blut.
Dieses konzentrierte Plasma wird anschließend mit feinen Nadeln in die zu behandelnde Region injiziert, je nach Ziel in die Haut des Gesichts, in die Kopfhaut oder in spezifische Problemzonen.
Wofür PRP eingesetzt wird
PRP bei Hautalterung und Falten. Wachstumsfaktoren regen die Fibroblasten in der Haut an, also jene Zellen, die für die Kollagen- und Elastinproduktion zuständig sind. Das Ergebnis ist eine Haut, die von innen heraus straffer, elastischer und gleichmäßiger wird. Feine Linien werden reduziert, der Hautton verbessert sich, der Teint wirkt frischer.
PRP bei Aknenarben. In Kombination mit Microneedling oder dem fraktionierten Laser kann PRP die Regeneration nach dem Eingriff beschleunigen und das Endresultat deutlich verbessern. Die Wachstumsfaktoren dringen in die geöffneten Mikrokanäle ein und fördern den Umbau des Narbengewebes in gesundes Gewebe.
PRP bei Haarausfall. Bei androgenetischem Haarausfall, also der genetisch bedingten Ausdünnung des Haars, stimulieren die Wachstumsfaktoren die Haarfollikel und verlängern ihre Wachstumsphase. Die Haare werden dichter, das Ausdünnen verlangsamt sich. PRP ist hier kein Wundermittel, aber für viele Patientinnen und Patienten eine wirksame Ergänzung zur medikamentösen Behandlung.
Ergebnisse und Vorher-Nachher-Vergleich
PRP ist keine Sofortlösung. Das ist wichtig zu verstehen. Da die Behandlung körpereigene Prozesse anregt, braucht das Ergebnis Zeit. In den ersten Wochen nach einer Sitzung zeigt sich oft noch wenig Veränderung. Ab etwa vier bis sechs Wochen beginnt die Wirkung sichtbar zu werden, wenn die Kollagenproduktion in Gang kommt.
Das vollständige Ergebnis zeigt sich nach zwei bis drei Monaten. Was Patientinnen und Patienten dann berichten: Die Haut wirkt straffer und gleichmäßiger, der Teint heller und klarer. Aknenarben wirken flacher, Poren feiner. Bei Haarausfall beobachten viele eine deutlich geringere Menge an ausgefallenen Haaren sowie sichtbar neue, feine Haare im betroffenen Bereich.
Nach einer Sitzung verschwinden die Veränderungen nach einigen Monaten wieder, weil der Körper das injizierte Plasma abbaut und die Wachstumsfaktoren verbraucht. Deshalb empfehlen wir in der Regel eine Serie von drei Sitzungen im Abstand von vier Wochen und danach eine jährliche Erhaltungsbehandlung.
Vergleich der PRP-Techniken
Nicht alle PRP-Behandlungen sind gleich. Die Qualität des Ergebnisses hängt maßgeblich von der verwendeten Technologie und dem Aufbereitungsverfahren ab.
Einfache Zentrifugation versus Doppelzentrifugation. Bei der einfachen Zentrifugation wird das Blut einmal geschleudert, was eine moderate Thrombozytenkonzentration ergibt. Die Doppelzentrifugation, die bei DermAR eingesetzt wird, schleudert das Plasma ein zweites Mal und erreicht dabei eine deutlich höhere Konzentration an Wachstumsfaktoren. Das Ergebnis ist wirkungsvoller.
Reines PRP versus aktiviertes PRP. PRP kann vor der Injektion mit Calcium oder anderen Substanzen aktiviert werden, was die Freisetzung der Wachstumsfaktoren beschleunigt. Ob Aktivierung sinnvoll ist, hängt von der Indikation ab und wird bei DermAR individuell entschieden.
PRP alleine versus PRP kombiniert. In der klinischen Praxis zeigt PRP seine stärkste Wirkung in Kombination mit anderen Verfahren. Microneedling kombiniert mit PRP, oft als Vampire Facial bekannt, erreicht tiefere Hautschichten und verstärkt die regenerative Wirkung. Laser kombiniert mit PRP beschleunigt die Heilung und verbessert das Endergebnis. Bei DermAR werden solche Kombinationsbehandlungen individuell auf den Befund und das Ziel abgestimmt.
Wer für PRP geeignet ist
PRP ist für die meisten gesunden Erwachsenen gut verträglich. Da es sich um körpereigenes Material handelt, gibt es kaum Kontraindikationen. Nicht geeignet ist PRP bei Blutgerinnungsstörungen, bestimmten Autoimmunerkrankungen, aktiven Infektionen im Behandlungsbereich oder bei Patientinnen und Patienten, die blutverdünnende Medikamente einnehmen.
Schwangere und stillende Frauen sollten ebenfalls warten. Im Beratungsgespräch bei DermAR klären wir vorab alle relevanten Faktoren.
Kosten der PRP-Behandlung
Da PRP eine ästhetische Behandlung ist, wird sie in der Regel nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Ausnahmen können bei medizinisch begründetem Haarausfall im Einzelfall geprüft werden.
Für eine genaue und transparente Kostenauskunft, die auf Ihre individuelle Situation zugeschnitten ist, rufen Sie uns gerne an oder buchen Sie einen Beratungstermin online. Im Gespräch erklären wir Ihnen, welche Sitzungsanzahl empfehlenswert ist und welche Kosten insgesamt entstehen.
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Unsere Praxen befinden sich in Bielefeld (Teutoburger Straße 60), Spenge (Lange Str. 34) und Verl (Westring 3). Termine können bequem online über Doctolib oder telefonisch vereinbart werden.
Das Beratungsgespräch vor einer PRP-Behandlung kostet nichts. Wir schauen uns Ihre Situation an und erklären ehrlich, was PRP für Sie leisten kann und was nicht.

